Eigenmittel für den Kauf

Wie viele Eigenmittel brauche ich für den Hauskauf? Darf ich dazu Geld aus meiner Pensionskasse verwenden? Was, wenn ich für den Kauf der Immobilie ein Darlehen erhalte? Diese und andere Fragen stellt sich manch zukünftiger Eigenheimbesitzer. Nachfolgend einige Fakten und Tipps zum Thema Eigenmittel.



Immobilien für den Eigengebrauch

Wer eine Liegenschaft für sich selbst kaufen und ganzjährig bewohnen möchte, dem bieten sich bei der Zusammenstellung der Eigenmittel die meisten Möglichkeiten; z.B. darf man dazu Geld aus der Altersvorsorge verwenden. Fast alle Banken verlangen bei selbstbewohntem Wohneigentum 20% Eigenmittel. Davon müssen 10% sogenannte harte Eigenmittel sein: Sie müssen aus Konto- und Wertschriftenguthaben stammen oder der Säule 3a oder 3b entnommen werden. Für die restlichen 10% Eigenmitteln darf Geld aus der Pensionskasse genommen werden. Doch Vorsicht: Ein Bezug aus der 2. wie auch der 3. Säule wird in der Regel besteuert. Zwar zu einem reduzierten Satz und damit tiefer als das jährliche Einkommen. Dennoch kann die Steuerrechnung bei Bezügen von über CHF 100‘000 rasch mehrere Tausend Franken betragen.

Wer gut verdient, kann sein Pensionskassengeld und die Mittel in den Säulen 3a oder 3b auch verpfänden. Der Vorteil: Das Geld bleibt weiterhin auf dem Konto und kann steuerfrei arbeiten. Hypothekarnehmer können damit erreichen, dass ihnen die Bank eine höhere Hypothek oder einen tieferen Hypothekarzins gewährt.

Eine Schenkung oder ein Darlehen innerhalb der Familie kann all jenen helfen, die nicht genug Eigenmittel besitzen. Eine Schenkung wird dabei als vollwertige Eigenmittel angerechnet. Ein Darlehen senkt zwar die jährlichen Amortisationen der Hypothek, aber Banken und Versicherungen akzeptieren es meist nicht als Eigenmittel. Somit verbessert ein Darlehen vor allem die Tragbarkeit der Hypothek.

Wichtig bei einer Schenkung: Mögliche Pflichtteile von Erbberechtigten müssen beachtet werden. Denn stirbt die Person, welche die Schenkung gemacht hat, kann es zu Rückforderungen der gesetzlichen Erben kommen. Dies ist der Fall, wenn der Betrag der Schenkung so hoch ist, dass er den Pflichtteil der Erbberechtigten beschneidet. Dies kann den Beschenkten in Finanznot bringen. Vor allem, wenn er über keine weiteren Mittel verfügt und die Liegenschaft bereits hoch belehnt ist.

Ferienliegenschaft

Bei Eigenmitteln für Ferienliegenschaften gelten andere Regeln als für dauernd bewohntes Wohneigentum. Wer eine Ferienwohnung oder ein Ferienhaus kauft, kann dazu Eigenmittel aus Konto- und Wertschriftenguthaben einsetzen – Geld aus der 2. und 3. Säule darf er jedoch nicht verwenden.

Für den Kauf einer Ferienliegenschaft verlangen Banken oft mehr Eigenmittel als beim Erwerb von einem Einfamilienhaus. Die meisten Kantonal- Regional- oder Grossbanken verlangen zwischen 30-40% Eigenmittel beim Kauf einer Ferienliegenschaft.

Wer seinen Traum vom Eigenheim oder dem Ferienhaus verwirklichen möchte, muss über genügend Eigenmittel verfügen. Besitzt man bereits ein Eigenheim und hat die bestehende Hypothek laufend zurückgeführt, darf ein Teil der Eigenmittel für die Ferienliegenschaft mittels Erhöhung der bestehenden Hypothek beschaffen werden.

Mietobjekte

Ob einzelne Mietwohnung oder ganzes Mehrfamilienhaus; die meisten Finanzinstitute verlangen ca. 20% Eigenmittel für den Kauf von Immobilien, die vermietet werden sollen. Und zur Finanzierung dürfen nur Konto- und Wertschriftenguthaben eingesetzt werden, Vorsorgegelder sind nicht erlaubt.

Nicht nur das Einkommen des Hypothekarnehmers ist bei Mietobjekten massgebend für einen positiven Finanzierungsentscheid der Bank: Es sind vor allem die zu erwartenden Mietzinseinnahmen. Diese müssen die Kosten für den Liegenschaftsunterhalt, die Hypothekarzinsen und allfälligen Amortisationen der Hypothek decken.

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