Hypothekarmodelle

Wie entwickeln sich die Zinsen in den nächsten Monaten? Empfiehlt sich eine Festhypothek oder setzt man doch besser auf eine Libor-Hypothek? Welches Modell ist besser, wenn ich das Eigenheim später wieder verkaufen will? Erfahren Sie hier das wichtigste über die verschiedenen Hypothekarmodelle.



Die Festhypothek

Die meisten Banken bieten Festhypotheken mit einer Laufzeit von 2-10 Jahren an. In Einzelfällen sind auch Laufzeiten von bis zu 15 Jahren möglich, noch seltener sind Laufzeiten von bis zu 25 Jahren. Je länger die Laufzeit, desto besser? Vorsicht: Möchte man den laufenden Hypothekarvertrag vorzeitig kündigen – etwa weil die Zinsen gefallen sind und ein anderes Finanzierungsmodell nun attraktiver wäre – kann das teuer werden; je nach Zinssatz und Restlaufzeit der Hypothek verlangen Banken und Versicherungen eine Vorfälligkeitsentschädigung von mehreren Tausend oder gar Zehntausend Franken.

Vor Abschluss der Finanzierung sollten sich Hypothekarnehmer deshalb überlegen, welche Laufzeit den persönlichen Umständen am besten entspricht: Berufliche oder familiäre Aspekte müssen bei der Entscheidung berücksichtigt werden. Auch die persönliche Risikobereitschaft ist ausschlaggebend. Wer ungern Risiken eingeht und die jährliche Belastung durch die Hypothekarzinsen planen möchte, für den eignet sich eine mittel-bis langfristige Hypothek besser als eine kurzfristige Festhypothek.

Die Libor-Hypothek

Libor-Hypotheken sind in den vergangenen Jahren immer beliebter geworden. Die Bezeichnung LIBOR stammt aus dem Englischen und bedeutet London Interbank Offered Rate (Londoner Interbanken-Angebotszins): Banken verlangen diesen speziellen Zinssatz, wenn sie am Geldmarkt kurzfristig Geld ausleihen. Entscheidet sich ein Hypothekarnehmer für eine Libor-Hypothek, dann verändert sich der zu entrichtende Zinssatz meist regelmässig. Denn er macht die Schwankungen des LIBOR mit. Das gängigste Modell ist die Libor-Hypothek auf 3 Monate. Bei der Libor-Hypothek bezahlt man der Bank nicht nur den Zinssatz für den Libor, sondern auch eine Marge. Diese stellt den Verdienst der Bank dar. Addiert man Marge und Libor-Satz, erhält man den tatsächlich zu entrichtenden Zinssatz.

Zusätzlich zur dreimonatigen Anpassung des Zinssatzes hat die Libor-Hypothek eine Grundlaufzeit und man schliesst mit der Bank oder Versicherung einen Rahmenvertrag ab. Die Laufzeit für Rahmenverträge beträgt 1-5 Jahre, wobei die meisten Finanzinstitute 3 oder 5 Jahre anbieten. Während dieser Zeit kann man seine Libor-Hypothek jederzeit in eine Festhypothek umwandeln. Ein Bankwechsel ist jedoch während der Laufzeit nicht möglich – es sei denn, man nimmt die Bezahlung einer Vorfälligkeitsentschädigung in Kauf.

Die variable Hypothek

Wegen der tiefen Zinsen der vergangenen Jahre sind variable Hypotheken selten geworden: Es gibt kaum noch Eigenheimbesitzer, die über eine variable Hypothek verfügen. Denn mit einem Zinssatz von rund 2.50% sind variable Hypotheken im Vergleich zu Fest- oder Libor-Hypotheken doppelt oder gar drei Mal so teuer. In den letzten Jahren haben deshalb viele Hypothekarnehmer von einer variablen Hypothek zu einer Libor-Hypothek gewechselt. Ob sich dies ändert, wenn die Zinsen wieder steigen, wird sich zeigen.

Sie haben Fragen zu den einzelnen Hypothekarmodellen und möchten weitere Details dazu erfahren? Unsere Experten stehen Ihnen gerne zur Verfügung.


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