Das A und O in der heutigen Immobilienvermarktung

Beitrag vom 28.01.2022
Homestaging

Eine Vielzahl an Faktoren müssen bei der Vermarktung von Immobilien im digitalen Zeitalter berücksichtigt werden. Die Käufersuche ist aber nicht zwangsläufig komplizierter. Im Verkaufsprozess ist auch Vieles inzwischen einfacher und effizienter.

 

Die aktuellen Entwicklungen am Wohnimmobilienmarkt in der Schweiz zeigen es deutlich: Nicht erst seit Pandemiezeiten übersteigt die Nachfrage das vorhandene Angebot. Auf eine Verkaufsannonce gibt es zwar nach wie vor viele Interessenten, doch zusehends gehen potenzielle Verkäufer in eine abwartende Haltung über. Einige haben die Handbremse angezogen und warten vielleicht lieber noch ein wenig ab, um zu schauen, wohin der regionale Markt und die Preise tendieren – im besten Fall weiter nach oben.

 

Neue Generationen, neue Gesetze

Immobilienmakler in der Schweiz stellen zudem fest: Die durchschnittliche Haltedauer einer Liegenschaft nimmt ab. Nachkommende Generationen nehmen Abstand von dem bis anhin fast schon eisernen Gesetz, ein Haus oder eine Wohnung ein ganzes Leben lang zu besitzen. Hinzu kommt der Trend zu sogenannten Offmarket-Transaktionen. Immobilien werden quasi «unter der Hand» veräussert und so manche Maklerfirma arbeitet mit internen Listen. Ein besonderes Merkmal und zugleich ein neuer Trend sind digitale Angebotsverfahren, bei denen die Immobilie im Bieterverfahren an den Meistbietenden weitergereicht wird.

 

Auch in punkto Renovation vor Verkauf zeichnet sich ein weiterer wichtiger Trend ab, da Käufer häufig beim Erwerb vielfach schon mit Investitionen in einen allfälligen Umbau der Immobilie rechnen. Altbesitzer sollten daher nicht allzu viel Zeit und Kosten darauf verschwenden, die Liegenschaft noch in letzter Minute zu modernisieren. Neubesitzer wollen nach dem Kauf gern später eigenen Wünsche realisieren und umsetzen. Generell ist natürlich auf das jeweilige Objekt und dessen Zustand zu achten, doch etwa das klassische Einfamilienhaus vor der Veräusserung noch komplett zu sanieren, macht nicht wirklich Sinn. Kosten und Ertrag, sprich ein höherer Verkaufspreis, stehen nicht im akzeptablen Rahmen.

 

Fachmännische Schönheitskorrekturen, etwa das Ausbessern des Parketts im Wohnbereich, der Fliesen und Fugen im Badezimmer und dem Neuanstrich der Wände, können bereits grosse Effekte erzielen mit relativ kleinem Aufwand. Wichtig ist vor allem der erste Augenschein bei einer zum Kauf angebotenen Immobilie und die Vollständigkeit der Dokumente bzw. des Objektdossiers von Haus oder Wohnung. Dazu zählen etwa Baujahr, genaue Adresse und detaillierte Grundrisse sowie Informationen zu Heizung und Nebenkosten. Beim Stockwerkeigentum sind dies auch Daten zum Erneuerungsfonds und getätigte Investitionen in den Jahren zuvor, bei Häusern die Details zur Kubatur wie auch die genaue Grundstücksgrösse. Eklatante Probleme zu kaschieren oder bei der Besichtigung nicht anzusprechen ist aus Makler- sowie Verkäufersicht nicht klug. Nicht zuletzt beim Verkauf einer Liegenschaft beweist sich das geflügelte Wort «Der Ehrliche ist der Dumme.» meist nicht.
 

 

Wie die Vermarktungsdauer verkürzt werden kann

Die Vermarktungsdauer einer Immobilie kann heutzutage auch mit Hilfe einiger digitaler Lösungen deutlich verkürzt werden: Dazu zählen beispielsweise die Möglichkeit zum virtuellen 360-Grad-Rundgang oder die Visualisierung der Innenräume von Neubauimmobilien. Inzwischen gibt es eine grosse Zahl an digitalen Werkzeugen. So zum Beispiel das virtuelle «Homestaging», um potenziellen Käufern eine bestehende Wohnung ästhetisch ansprechend und «schmackhaft» zu machen. Bei allfälligen Sanierungsobjekten lohnt sich eventuell eine Vorher-Nachher-Visualisierung, um erste Eindrücke zu bekommen, wie die künftige Immobilie aussehen könnte. Auch Objektvideos zu Bestandesliegenschaften inklusive Drohnen-Aufnahmen erfahren zunehmende Beliebtheit und Verbreitung.

 

Ein wichtiger Aspekt bei der Vermarktung ist darüber hinaus bei den Immobilieninseraten zu beachten: Grosse Anzeigenportale wie etwa Homegate, ImmoScout24, Comparis oder Newhome haben regionale Stärken und Schwächen. Nicht jedes Portal ist gleich gut geeignet für unterschiedliche Städte, Regionen oder Kantone. Hier gibt es bedeutende Unterschiede in Reichweite und Nutzung. Am Ende bleibt schliesslich die alles entscheidende Frage nach dem exakten Angebotspreis. Hier gibt es von Seiten des Immobilienmaklers eine ganz klare Empfehlung: Der früher gern mal annoncierte «Preis auf Anfrage» hat in der Immobilienvermarktung heutzutage definitiv ausgedient.

 

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