Haus verkaufen oder vermieten: Die Vor- und Nachteile

Beitrag vom 13.09.2021
Haus verkaufen oder vermieten: Die Vor- und Nachteile

Das eigene Haus nach vielen Jahren zu verkaufen, fällt den meisten nicht leicht. Soll man in Anbetracht der stetig steigenden Immobilienpreise das Objekt jetzt verkaufen oder lieber vermieten? Beide Varianten und Szenarien bergen Vor- und Nachteile.

 

Wohneigentum ist sehr begehrt. In der Schweiz haben sich die Preise für viele Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen in den letzten zwanzig Jahren je nach Region fast verdoppelt. Momentan sind die Preise für Einfamilienhäuser so hoch wie noch nie. Laut aktuellen Zahlen der Immobilienberatungsfirma Fahrländer Partner AG stiegen die Verkaufspreise zwischen dem ersten und zweiten Quartal dieses Jahres bereits um 1,5 Prozent. Und im Vergleich zum Vorjahresquartal im Schnitt um 7,5 Prozent. Auch Eigentumswohnungen wurden seit Mitte 2020 um 3,8 Prozent teurer. Von dieser Entwicklung profitieren Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer.

 

«Obwohl der Immobilienmarkt boomt und Liegenschaften als rares und wertvolles Gut gehandelt werden, welches man nicht aus der Hand geben dürfte, spricht vieles dafür, sein Haus jetzt zu verkaufen und einen Teil des erzielten Erlöses beispielsweise den Kindern oder den Enkelkindern zu vererben», sagen die RE/MAX Immobilienmakler/-innen. Nicht immer fällt einem dieser Entscheid leicht, sich von seinem Eigenheim zu trennen, denn dieses ist oft mit vielen Emotionen und Erinnerungen verbunden. Eine Liegenschaft kann einem ab einem gewissen Alter – zum Beispiel mit einem grossen Garten – auch zu viel werden. Dank einem Hausverkauf kann sich der Besitzer beziehungsweise die Besitzerin mit dem Verkaufserlös beispielsweise eine kleine Wohnung kaufen, das Geld gewinnbringend anlegen oder sich einen langersehnten Traum erfüllen.

Viel Aufwand als Vermieter/-in

Selbstverständlich können Besitzer/-innen ihre Liegenschaft auch zu einem späteren Zeitpunkt verkaufen und vorerst vermieten. Doch das birgt auch Nachteile, denn die Verwaltung einer Immobilie ist nicht zu unterschätzen. Sie ist zeit- und kostenintensiv. So müssen zum Beispiel Reparaturen organisiert, Mieteinnahmen geprüft und Abrechnungen erstellt werden. Gegebenenfalls muss man sich mit Beschwerden der Mieterschaft auseinandersetzen. Mögliche Mieterwechsel verursachen ebenso einen zusätzlichen Zeitaufwand. Nicht unerwähnt darf bleiben, dass bei einer Vermietung das Haus an Wert verlieren kann. Das liegt daran, dass Mieterinnen und Mieter tendenziell weniger Sorge dem Haus tragen, wenn es nicht in ihrem Besitz ist. Besonders renovations- und sanierungsbedürftige Liegenschaften verursachen hohe Kosten. Sie können für die Vermieter/-innen – sofern die nötigen Rücklagen nicht vorhanden sind – zu finanziellen Engpässen führen. «Hat man genug von der Rolle als Vermieterin oder Vermieter, darf man nicht ohne Weiteres dem Mieter oder der Mieterin kündigen», betonen unsere RE/MAX Immobilienmakler und Immobilienmaklerinnen. «Es gilt, entsprechende Fristen einzuhalten.» Die Wahrscheinlichkeit ist gross, dass die Mieterschaft die Kündigung anficht und so herauszögert. Wer diese nicht zu unterschätzenden Aufwände vermeiden möchte, sollte an den Verkauf seiner Liegenschaft denken.

Objekt bleibt im Besitz der Familie

Eine Vermietung birgt auch Vorteile: Zunächst bleibt das Objekt weiterhin im Besitz der Familie und könnte zu einem späteren Zeitpunkt für die eigene Nutzung zur Verfügung stehen. Davon könnte auch eine nächste Generation profitieren. Ein weiterer Pluspunkt sind die regelmässigen Mieteinnahmen als langfristiges und zusätzliches Einkommen. Allerdings müssen aus diesen Einnahmen auch Rücklagen gebildet werden, um die Immobilien instand halten zu können. Zudem spricht für eine Vermietung, wenn die Mieteinnahmen als Kapitalanlage für die Altersvorsorge genutzt werden möchten. Ebenso, wer eine kontinuierliche und langfristige Einkommensquelle bevorzugt und nichts dagegen hat, Zeit und Kosten in Vermietungsaufgaben zu investieren. Die grundsätzliche Frage bleibt: Soll ich die Liegenschaft verkaufen oder vermieten?

 

Diese Frage stellt sich ebenso, wenn Eigentümer/-innen eine Liegenschaft geerbt haben und diese nicht selbst bewohnen werden. Das vermeintliche «Geschenk» kann so rasch zu einer Belastung werden. Ist man Teil einer Erbengemeinschaft, gestaltet es sich oft schwierig, das geerbte Haus gleichermassen unter den einzelnen Parteien aufzuteilen. In diesem Fall lohnt es sich, die geerbte Immobilie zu verkaufen und den Verkaufserlös untereinander aufzuteilen.

Professionelle Unterstützung

Da die Wünsche, Bedürfnisse und Lebenssituationen von Hausbesitzerinnen und Hausbesitzern so individuell sind wie ihre Lebens- und Wohnformen, lassen sich all diese Fragen mithilfe eines versierten Immobilienmaklers respektive einer versierten Immobilienmaklerin beantworten. Dank der Erfahrung, dem Fachwissen und der persönlichen Distanz zum Objekt kann er oder sie die Kundschaft optimal beraten, unterstützen und begleiten.

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