Immobilienverkauf an Freunde, Verwandte, Bekannte

Beitrag vom 12.12.2019

Der Verkauf einer Eigentumswohnung oder eines Hauses an Freunde, Verwandte oder Bekannte scheint auf den ersten Blick eine einfache  und gute Lösung zu sein. Denn durch diese Art des Verkaufs spart man sich die aufwändige Suche nach einem Käufer. Die Sache hat jedoch eine Kehrseite: Während man bei einem freien Verkauf den höchstmöglichen Marktpreis erzielen kann, hat man bei Menschen, die man gut kennt, unter Umständen Hemmungen, das Maximum herauszuholen.

 

So gelingt der Immobilienverkauf an Angehörige und Freunde

Ziehen Sie es in Betracht, Ihre Liegenschaft im Verwandtenkreis zu verkaufen, sollten Sie sich dieser Problematik bewusst sein.  Wollen Sie diese vermeiden, müssen Sie von Beginn an klar kommunizieren, dass das Objekt zu einem fixen Preis verkauft wird. Dieser Verkaufspreis ist unabhängig davon, ob es sich bei der Käuferschaft um Freunde, Verwandte oder Drittpersonen handelt. Wenn Sie sich einen Verkauf im näheren Umfeld vorstellen können, ist es wichtig, dass Sie sich vor dem ersten Gespräch überlegen, wie der Verkaufspreis festgelegt werden soll.

Es empfiehlt sich die Immobilie mit dem von einem Makler im Rahmen einer hedonischen Bewertung ermittelten Preis ausschreiben. Interessierten Freunden oder Verwandten können Sie einen zuvor festgelegten „Rabatt“ gewähren. Gibt man das Haus oder die Wohnung zu einem Preis weiter, der klar unter dem Marktwert liegt – etwa um Freunden einen Gefallen zu tun – sollte man sicherstellen, dass diese das Objekt nicht kurz darauf zu einem wesentlich höheren Preis weiterverkaufen und den Gewinn einkassieren. Am einfachsten können Sie das mit dem Eintrag eines zeitlich befristeten Vorkaufsrechtes im Grundbuch umgehen.

 

Autor: Hanspeter Kennel, REMAX Premium Brunnen
Quelle: Wüst & Wüst AG

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