Mögliche Auswirkungen der Corona-Krise auf den Immobilienmarkt

Beitrag vom 26.01.2021
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Die Corona-Pandemie hält die Gesellschaft, Politik und Wirtschaft weiterhin im Atem. Zwar steigt die Hoffnung auf ein Ende, doch noch ist dies Zukunftsmusik. Ein echter Gewinner der Krise steht jedoch heute schon fest: die Digitalisierung. Sie hat im vergangenen Jahr einen regelrechten Schub erhalten. Es stellt sich die Frage, ob der Online-Boom auch den Immobilienmarkt nachhaltig beeinflussen wird.

 

Seit dem Beginn der Corona-Krise findet für viele Menschen das Leben zum grossen Teil zu Hause statt. Sie arbeiten im Homeoffice, erledigen ihre Einkäufe online und statt Reisen in ferne Länder ist Urlaub auf dem Balkon angesagt. Man geht seltener ins Restaurant, sondern lässt sich das Essen per Lieferservice nach Hause bringen und wer daheim einen eignen Fitnessraum hat, ist fein raus. So rückt der eigene Wohnraum durch die Krise vermehrt in den Fokus und gewinnt an Bedeutung. Dabei ist bei Suchanfragen in den Immobilienportalen die verstärkte Nachfrage nach Immobilien mit Balkon oder Garten festzustellen.

 

Für viele Betreiber von Restaurants, Reisebüros, Fitnessstudios und auch Einzelhändler wird die lang anhaltende Krise durch die wegbrechenden Einnahmen jedoch zur echten Zerreissprobe. So sind manche bei der Anmietung ihrer Gewerbeflächen auf die Kulanz ihrer Vermieter angewiesen. Während bei Restaurants und anderen Freizeitstätten nach der Krise wieder mit einem Aufschwung zu rechnen ist, muss sich beim Einzelhandel erst zeigen, ob und wie sich das Kaufverhalten verändert hat. Denn einige Konsumenten haben das Online-Shopping während der Lockdown-Phasen für sich entdeckt. Dies könnte frei werdende Ladenflächen nach sich ziehen und zu einer Veränderung des Stadtbilds sorgen.

Homeoffice statt festem Büroplatz

Auch wenn sich die meisten Menschen besonders wegen der sozialen Kontakte nach dem Leben vor der Corona-Pandemie sehnen, haben manche auch Vorteile für sich entdeckt. Vor allem das Arbeiten im Homeoffice wird wahrscheinlich auch nach der Krise bleiben. Denn viele Firmen haben festgestellt, dass dies gut funktioniert. Für die Unternehmen kann die Arbeit von zu Hause den Vorteil einer Kostenersparnis bringen. Schliesslich ist, wenn weniger Mitarbeiter im Büro arbeiten, auch weniger Bürofläche erforderlich. Bürokonzepte wie das Flex-Office könnten dabei für flexible Bürolösungen sorgen.

 

Der Trend zum Homeoffice kann sich auch auf den Mietmarkt auswirken. Denn fällt der tägliche Arbeitsweg weg, spielt die Entfernung zum Arbeitsplatz bei der Wohnungssuche eine geringere Rolle. Dadurch wird der Suchradius potenzieller Mieter erweitert und könnte langfristig die angespannte Lage in Ballungszentren entlasten. Und auch die Wunschgrösse könnte bei der Immobiliensuche durch das Homeoffice beeinflusst werden, wenn gesuchte Objekte zukünftig ein Arbeitszimmer haben sollen.

 

Es bleibt also spannend, wie sich der Immobilienmarkt und insbesondere die Nutzung von Immobilien durch die Krise und die verstärkte Digitalisierung verändern werden.

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