Optimales Raumklima für Ihr Zuhause

Beitrag vom 23.01.2020

Viele Menschen unterschätzen die Wichtigkeit eines guten Raumklimas. Dabei steigert dieses nicht nur das Wohlbefinden, sondern es trägt auch zur eigenen Gesundheit bei. Gerade in der Winterzeit führt unregelmässiges Lüften oder falsches Heizen zu einer verminderten Luftqualität in den Innenräumen. Diese kann schnell zu Kopfschmerzen und Konzentrationsschwierigkeiten führen. Noch gefährlicher ist es, wenn sich durch eine zu hohe Luftfeuchtigkeit und mangelnde Luftzirkulation Schimmel bildet. Denn dieser kann nicht nur gravierende gesundheitliche Beschwerden hervorrufen, er kann auch massive Schäden an einer Immobilie verursachen. Die Befolgung ein paar einfacher Regeln sorgt für ein gesundes und angenehmes Raumklima. Wer diese befolgt, tut nicht nur seiner Gesundheit etwas Gutes, sondern kann auch eine Menge Geld sparen.

Diese drei Faktoren beeinflussen das Raumklima

Die Qualität des Raumklimas setzt sich aus diesen drei Faktoren zusammen: Zimmertemperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftzirkulation. Für ein gesundes Raumklima wird für das Schlafzimmer eine Raumtemperatur von 16 – 19 °C und für die übrigen Wohnräume eine Temperatur von 18 – maximal 24 °C empfohlen. Allerdings hängt die Raumtemperatur stark vom eigenen Empfinden ab. So bevorzugen es manche Menschen bei offenem Fenster zu schlafen. Im Winter kann dadurch die Zimmertemperatur sehr schnell sinken. Die aktuelle Zimmertemperaturhöhe lässt sich sehr einfach mit einem Thermometer überprüfen.

 

Der Wohlfühlfaktor in einem Raum wird vor allem von der Luftfeuchtigkeit bestimmt. Optimal ist es, wenn sich diese in einem Bereich zwischen 40 – 60 Prozent bewegt. Die Regulierung der Luftfeuchtigkeit ist jedoch manchmal gar nicht so einfach. Während in den Wintermonaten die Heizungsluft die Raumluft austrocknet, können häufiger Regen oder Sommerschwüle für eine zu hohe Luftfeuchtigkeit im Innenbereich sorgen. Und während neue, dichte Fenster bei älteren Häusern durch einen mangeln-den Luftaustausch oft Schuld an einer zu hohen Luftfeuchtigkeit sind, können undichte Stellen (z. B. poröse Fensterfugen) die Raumluft austrocknen, da durch diese die Feuchtigkeit entweichen kann. Besonders hoch ist die Luftfeuchtigkeit meist in der Küche und im Badezimmer. Dort bildet sich aus diesem Grund bei falschem Heiz- und Lüftungsverhalten der bedrohliche Schimmel besonders leicht.

 

Während eine zu niedrige Raumfeuchtigkeit die Schleimhäute austrocknet und für Erkältungen anfälliger macht, wird eine zu hohe Luftfeuchtigkeit als drückend und ermüdend empfunden. Zimmerpflanzen (z. B. Papyrus) oder Luftbefeuchter können dazu beitragen, die Luftfeuchtigkeit in den Räumen zu steigern. Aber auch die Anwendung von einfachen Tricks, wie das Aufhängen von nasser Wäsche, Duschen bei offener Badezimmertür oder das Aufstellen von Wasserschalen, hilft den Wassergehalt in der Luft zu erhöhen. Ab einer Luftfeuchtigkeit von 60 Prozent wächst allerdings besonders bei schlecht isolierten Häusern die Schimmelgefahr. Es empfiehlt sich also, die Luftfeuchte mithilfe eines Hygrometers von Zeit zu Zeit zu überprüfen.

So gehen Sie bei Schimmelbefall in der Wohnung vor

Besonders wichtig für ein gesundes Raumklima ist es, mehrmals am Tag zu lüften (ca. 3 Min. Querlüftung oder 4 – 10 Min. Stosslüftung). Das regelmässige Lüften sorgt für eine optimale Luftzirkulation. Dadurch wird die feuchte Luft relativ schnell ausgetauscht, ohne dass die Innenwände zu stark abkühlen. Je kälter die Aussentemperaturen sind, desto schneller findet ein Luftaustausch statt. Das ganz-tägige Fensterkippen ist jedoch besonders im Winter nicht sinnvoll. Neben der Energieverschwendung werden dadurch die Zimmerwände meist zu kühl. Das begünstigt bei ansteigender Luftfeuchtigkeit die Schimmelbildung.

 

Entdeckt ein Bewohner Schimmel in seiner Immobilie, sollte er diesen unbedingt ernst nehmen. Zunächst gilt es abzuklären, wo die Ursache für den Schimmel liegt und wie er entfernt werden kann. Es reicht auf keinen Fall aus, einfach Farbe über die von Schimmel befallene Stelle zu streichen. Die Schimmelsporen müssen abgetötet werden, ansonsten vermehren sie sich weiter. Im schlimmsten Fall befallen sie auch Teppiche, Sofas und Kleider. Bei grösseren befallenen Flächen ist es in der Regel ratsam, einen Fachmann für die professionelle Entfernung des Schimmels zu kontaktieren. Denn eine unsachgemässe Entfernung führt auf lange Sicht nur zu höheren Kosten und einer Gesundheitsgefährdung.

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