Steigende Preiserwartungen bei Wohneigentum und Renditeobjekten

Beitrag vom 28.11.2019

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Jedes Halbjahr startet Fahrländer Partner Raumentwicklung (FPRE) eine Immobilienumfrage unter Schweizer Immobilienexperten. An der neuesten Umfrage im Herbst 2019 nahmen insgesamt 817 Fachleute teil. Diese gehen davon aus, dass die Preise für Wohneigentum in den kommenden zwölf Monaten steigen werden. Auch bei Renditeliegenschaften erwarten die Befragten steigende Preise. Diese Einschätzung gilt sowohl für Mehrfamilienhäuser als auch – zum ersten Mal seit über sieben Jahren – für Büro- und Geschäftshäuser. Im Gegensatz dazu werden laut der Expertenmeinung die Wohnungs- und Büromieten weiter sinken.

 

Immobilienumfrage FPRE und Preiserwartungsindizes HEV-FPRE Herbst 2019

Seit 2008 befragt FPRE in einer halbjährlich durchgeführten Umfrage Experten im Schweizer Immobilienmarkt zur vergangenen und künftigen Preisentwicklung von Immobilien. An der Herbstumfrage 2019 nahmen insgesamt 817 Immobilienexperten aus der gesamten Schweiz teil. Zudem liegt das Ergebnis der jährlich durchgeführten Immobilienumfrage des HEV Schweiz vor. Dieses stellt die Stimmung unter den Experten anhand einer langjährigen Zeitreihe dar. Anhand der Ergebnisse beider Umfragen lassen sich die Preiserwartungsindizes für Immobilien berechnen. Diese stellen eine Einschätzung für die künftige Entwicklung verschiedener Immobiliensegmente dar.

Die Teilnehmer der aktuellen Umfrage erwarten landesweit sowohl bei Eigentumswohnungen als auch bei Einfamilienhäusern steigende Wohneigentumspreise. Im regionalen Vergleich sticht allerdings die Südschweiz heraus. Denn hier sieht die Expertenerwartung deutlich anders aus: So werden in dieser Region bei Eigentumswohnungen überwiegend sinkende Preise erwartet. Bei Einfamilienhäusern gehen die Fachleute dagegen davon aus, dass die Preise weiterhin stabil bleiben.

 

Die Expertenerwartung bei der Mietpreisentwicklung

Laut der Umfrage werden die Wohnungsmieten in allen Landesregionen weiter sinken. Trotzdem werden weiterhin steigende Preise für Mehrfamilienhäuser erwartet. Der Preiserwartungsindex für Mehrfamilienhäuser liegt mit 51.9 Punkten sogar deutlich höher als noch vor einem halben Jahr. Auch beim Büromarkt rechnen die Fachleute mit sinkenden Mieten (Preiserwartungsindex für Büroflächen: -33.5 Punkte). Zum ersten Mal seit sieben Jahren liegt der Preiserwartungsindex für Büro- und Geschäftshäuser mit 5.4 Punkten im leicht positiven Bereich. Diese Entwicklung ist zu einem grossen Teil auf die Preiserwartungen in der Grossregion Zürich zurückzuführen. Hier rechnet ca. ein Drittel der Experten mit steigenden Mietpreisen. Beim Büromarkt – zumindest im Grossraum Zürich – geht eine steigende Anzahl der Experten zudem davon aus, dass die Investoren bei Transaktionen tiefere Anfangsrenditen in Kauf nehmen müssen.

 

Preiserwartung Schweiz Preiswerwartungsindex Schweiz

Quelle: Fahrländer Partner AG

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